Heute war wieder Mütterkreis in unserer Gemeinde. In unregelmäßigen Abständen treffen wir uns dann auch mit unseren Kindern, weil es einfach interessant ist zu sehen, wie sich die kleinen Würmchen so nach dem Eintritt in den Kindergarten und dem damit zwangsläufig verbundenen Austritt aus der Krabbelgruppe gemacht, entwickelt haben.
Und heute war eben wieder ein Treffen mit Kindern. Ein ganzer Schwung aktiver Kleinkinder, die prima zeigten, was sie schon alles drauf haben…
Und dann war da eben noch eine ganz und gar klassische “Kindermund”-Aktion: als unser Pfarrer den Gemeinderaum beschritt, um ein Kabelchen aus seinem Schrank zu holen (ich unterstelle ihm einen Kontrollzwang, gepaart mit hohem Aufmerksamkeitsbedürfnis…), bezeichnete ihn doch so ein kleiner Kesser tatsächlich als “Opa!”… Oh, oh… Überhaupt nicht gut… Kein Lächeln, kein Fünkchen Selbstwitz, nichts! Mit 46 Jahren greift das dann wohl doch schon das Ego an?? (Unangenehme Situation für die Mutter eines knapp Zweijährigen; Entschuldigung für dieses “missratene” Verhalten folgte natürlich prompt…!)
Und eine halbe Stunde später ereilte die Frau des Pfarrers genau das Gleiche: ein anderer Zwerg bezeichnete sie fragend als “Oma”… Sie hat es aber, glaube ich, nicht gehört…
(Ehrlich, ich könnte hier eine riesige Frust-Tirade über jenes Pfarrer-Ehepaar schreiben; aber ich belasse es bei den wenigen Worten: sie tun der Gemeinde nicht gut, im Gegenteil: sie reißen mühsam Aufgebautes mit einem Klacks ein. Ich bin bestimmt gesund kritisch und verurteile nicht vorschnell, aber seit ich als aktiv Mitarbeitende hinter die Kulissen sehen darf, muss, hat sich mein Bild arg gewandelt! Hier ist keine Berufung zum Amt erkennbar, kein aus dem Glauben heraus Handeln - nur Selbstdarstellung, Macht [ich bin der Chef!], Egoismus, Heuchelei, kein Engagement (Sämtliche Aufgaben werden von sich weggeschoben, verteilt…Augenmerk wird auf persönliche Freizeit, Urlaub, Hobby gelegt) und “Wie komme ich am besten weg?!”, keine Reflexion des eigenen Verhaltens: Schuld haben grundsätzlich die anderen und man ist selber unfehlbar! Kurz: es ist das reine Grauen und ich wünsche niemandem solch’ einen Pfarrer, solch’ einen Gemeindevorstand. Es ist einfach nur bitter… Aber ich bin mir sicher, dass auch er/sie irgendwann für all das Rechtfertigung ablegen muss! Und für die Gemeinde wünsche ich, dass sich schnellstens irgend eine Tür aufmacht, dass sich irgend eine Möglichkeit zur Änderung der Situation ergibt – sonst sind die Wenigen, die noch da sind, auch noch weg… Für die, die können und wollen: das wäre hiermit wirklich ein Gebetsanliegen! Danke.)