Ich sitze über einer Grußkarte, eher einem Grußbrief, und ringe mit den Worten. Mein Unterbewusstsein speichert all die Dinge ab, die trotzdem noch um mich herum geschehen. Als ich fertig bin mit schreiben (und Geschenk verpacken etc.), meldet sich genau jenes Unterbewusstsein, um mir klar zu machen, dass das sprachlose Kind sich nicht mehr muckt. Vollkommene Stille im alten Pfarrhaus. Und in mir leichte Panik. Ich stürze aus dem Haus, lausche und meine das Geräusch einer kleinen Schubkarre, geschoben von Kinderhand, zu hören – aber ich sehe überhaupt nichts! Rufend laufe ich vom Hof, zu den angrenzenden Pfarrwiesen, den kleinen Weg zur Straße überblickend, zurück in die andere Richtung – doch keine Spur vom Kind! Vielleicht im Sandkasten? Ich eile in den hinteren Garten, auch da nichts. Und im zugewachsenem Wäldchen klopft auch niemand mit Stöcken an die Bäume. Ich versuche ruhig zu bleiben und eile ins Haus zurück, während ich überlege, per Auto weiter zu suchen. Im Haus stelle ich fest, dass alle Schuhe, über die das Kind allein schon verfügen kann, da sind und ganz von ferne höre ich es auf einmal kichern: hat sich doch der Knirps oben in der Diele alleine den Fernseher angestellt und schaut Kika!!
(Jetzt musste ich erst einmal runterfahren…)