Ich backe gerne Brot. Früher mehr als heute. Von Backmischungen über eigene Rezepte, die sich durch Ausprobieren ergaben. Und Freude! – Die Familie mag es, das Brot aus dem heimischen Ofen, den Duft, der durchs Haus zieht und vielversprechend in alle Ecken und Winkel kriecht. Kleines knusprigbraunes Versprechen…
Gestern, als ich nach längerer Zeit wieder den Teig für ein Roggen-Weizen-Mischbrot knetete, fiel mir wieder ein, was ich am Brotbacken allerdings gar nicht mag (und das kann auch einzig allein der Bäcker nachvollziehen!): das Kleben des Teiges. Roggenkleber eben… Mühsames Entfernen von den Händen und leichtes Genervtsein von meiner Seite. Und heute der Blitz: wie wäre es mit einem Brotbackautomaten?!?
Nur habe ich die Angebotsvielfalt unterschätzt! Ha, die halbe Nation scheint selber zu backen!? (Bei den Preisen für Backwaren, die in mir ständig den Wunsch freirütteln, im nächsten Leben Bäcker werden zu wollen, überaus verständlich!)
Aber ist dem tatsächlich so? Haben Sie Erfahrungen?
Bäckt man sich irgendwann satt mit einem Automaten?
Ich grübele noch etwas und esse nebenher ein saftiges (dank Kleber :) ) Butterbrot…
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Frau Wiesenpieper, dein Brot ist fertig!
16. Januar 2012 von anne


Liebe Frau Wiesenpieper,
ich habe meinen zweiten und letzten Brotbackautomaten mit Begeisterung entsorgt. Es ist praktisch, alles nur einzuschichten und dem Teil zu sagen, wann denn das Brot duften soll. Aber da ich nie herausgefunden habe, wie heiß und wie lange dieses genau Teil bäckt, fühlte ich mich immer abhängig von Rezepten aus Büchern, die eben für Brotbackautomatenbesitzer geschrieben sind und nicht für so kreative Rezeptveränderer wie mich. Am Ende habe ich dieses Teil nur noch für die Zubereitung von Hefeteig für Kuchen genutzt, bis auch Automat Nr. 2 wie schon sein Vorgänger festgefahrene Lager hatte. Die Knethaken ließen sich nur noch mit ganz viel Kraft drehen.
Jetzt hab ich eine schöne große Tonschüssel und liebe es, den Teig selber zu kneten, dabei experimetentieren zu können und meine Kinder freuen sich, wenn das Brot nicht mehr immer gleich aussieht wie aus dem Brotbackautomaten. Irgendwie ist das ursprünglicher, das Brot aus dem Ofen schmeckt uns einfach besser.
Liebe Grüße von der Trolljente
Ich kenne nur Leute, die das Teil irgendwo im Schrank stehen haben oder irgendwann wenig genutzt entsorgten…
Mir würde vor allem das Sinnliche am Brotbacken fehlen (jaaa, das Kneten, Formen, in den Backofen schauen, Klopfen, ob es gar ist…) und die Form dieser Automatenbrote ist auch eher…unsinnlich.
[...] 25. Bernd Nowack (Dessau/9044) 26. allesK (Magdeburg/9056) 27. QuickAudio (Leuna/9948) 28. die Wiesenpieper (10464) 29. Dessau Blog (Dessau/10502) 30. Magdeburg kann mehr (Magdeburg/10685) 31. Kiuikori: [...]
*grins*
ich erinnere mich plötzlich an meine alte 5er-wg weit, weit im süden deutschlands…. da hat irgendjemand von irgendwoher einen brotbackautomaten angeschleppt und seitdem zog abends-nachts oft genug ein frischer brotduft durch die einzelnen zimmertüren und morgens freuten sich alle über frisches brot. doof war… wenn jemand vergessen hatte, brot zu backen…. wenn der bäcker zu spät dran war, denn der teig musste im automaten immer gehen und piepste und wollte nochmal irgendwo gedrückt werden [definitiv ein nachteil mitten in der nacht, weil das brot sonst nicht wieterbuk!]… das ding sauberzumachen [stand oft genug NEBEN dem abwaschbecken...well, wg!]… positiv: trotz allem ne arbeitserleichterung. nur hat unser stammbäcker der wg immer das salz im brot vergessen….hmnaja.
nicht besonders konstruktiv, ich weiß. fiel mir einfach nur ein. so.
automat vs. hand? die frage ist, wovon man mehr hat: muße oder zeit. wenn von beidem reichlich, dann klar: hand! wenn nicht, dann nicht… ;-)
liebe grüße!
die anne, die strohwitwe (menno, schon wieder!)
ps: die dinger sind ja nicht soooo teuer, vielleicht mal mit ner billigen variante ausprobieren? oder von jemandem für ne weile ausleihen?