den ich mir aus der Krone breche, wenn ich zugebe, dass Herr W. nahezu meisterlich kochen kann, ist nur… klein. Weil ich des Herrn W.’ Lebenserhaltungstrieb nachvollziehe. Nicht, dass ich von mir annehme, absonderlich schlecht zu kochen – aber das Fleisch, das Grundnahrungsmittel, kommt in meiner Küche etwas zu kurz. Also ist es besser, wenn der Mann im Hause dabei selber an sich denkt.
Herr W. kocht gern. Und mit ihm die Kinderschar.
Befinde ich mich aus unerklärlichen Gründen während der Gewaltherrschaft des Herrn W. über meine Küche gerade in eben dieser, bleibt mir meist nur die Flucht (außer Pillepalle.Aufgaben, wie Kartoffeln schälen, wird mir in dem Moment ohnehin nichts übertragen).
Vergessen Sie trautes Miteinanderwerkeln, mit einem genüsslichen Glas Wein in der Hand und einem Plausch auf den Lippen! Ich bin so etwas von unrelaxt und ertrage Abweichungen und Großzügigkeiten nicht. Und schon gar keine rationalisierenden Arbeiten! Und kein schnelles Dahinhuschen. Ich bin – schwierig.
Dafür ist Herr W. umso entspannter. Renne ich ständig zur Küchentür, um entstehende Dünste im Raum zu halten, bleibt bei ihm die Tür immer! offen und die Bratgerüche verteilen sich bis in den hinterletzten Winkel. Herd und Arbeitsplatte lassen sich schwer wiedererkennen und das Kochgeschirr stapelt sich bis unter die Decke. Von Zweckentfremdungen ganz zu schweigen… Aber große Anerkennung stets bei der Brut!
Nur zum Schluss, da bleibt das Chaos mein. (Auch wenn wankende Sätze gesagt werden, wie: “Ach lass, den Abwasch mache ich nachher!” – die Erleichterung ist groß, wenn ich mich dann doch erbarme…)
Und bei Ihnen so??


Sieht bei uns genauso aus…. Regelmäßig…
Aber Dank dieses Beitrags und den Erfahrungen des letzten Wochenendes ;-) hab ich mich dazu inspirieren lassen meine Küche endlich mal wieder blitzeblank zu schrubben. Der Hausherr hat dieses Wochenende Kochverbot!!!! Wenigstens ein kleines bißchen möchte ich das Strahlen genießen…
Ganz liebe Grüße,
Anja
Ich bin froh, dass mein Sizplatz am Küchentisch der ist, welcher die Topf- und Pfannenstapel beim Essen im Rücken hat. Ich könnte sonst nicht genießen, was mein Mann wunderbares gezaubert hat (ich koche ja am liebsten so Dinge, die noch ein Weile im Ofen oder auf dem Herd vor sich hinschmurgeln müssen – dann kann ich in der Zwischenzeit schon mal aufräumen und dann entspannt essen…)
LG, katobia.